"Das Fach Modell+Design ist der einzige und auch letzte Ort im theoretischen Universitätsbetrieb, an dem Architekturstudierende lernen können, dass gestalterische Ideen nur in Verkörperung begreifbar werden...
methodisch in der Herangehensweise, unorthodox in der Umsetzung ist das Fach Modell+Design an der Technischen Universität Berlin.
Die Seminare haben Werkstattcharakter. Ihr Ziel ist eine in jedem Semester neu formulierte Aufgabe handwerklich über traditionelle Werkstoffe und Techniken hinaus mit nicht modellbautypischen Materialien und Werkstoffen experimentell umzusetzen.
Die Lust am Experimentieren führt zum kreativen Sinn für das, was alles möglich ist, um Körper, Fläche und Linie als die drei Grundelemente räumlicher Gestaltung ausdrucksvoll mit Material, Farbe und Struktur in Szene zu setzen.
Das Fach Modell+Design übersteigt auch in der Praxis längst das, was heute im perfektionierten Modellbau dargeboten wird.
Dies einmalige Zusammenwirken von Handwerk und spielerischem Gebrauch der Ausdrucksmittel hat bewirkt, dass die Studierenden Aufträge aus Politik, Wirtschaft und Kultur ausführen.
Ein Fön für die Lufthansa, Berlins größtes Wandrelief für Hugo Boss und "Close your eyes and see" - die Berlinpräsentation am Deutschen Pavillon auf der EXPO 2010 in Shanghai, Ausstellungen im KaDeWe oder im Bauhaus Archiv, Objekte, Modellbau und Produktgestaltung bilden ein vielseitiges Repertoire.
Durch diese Symbiose von den unkonventionell denkenden Studierenden dieser Universität, mit Politik, Kultur und Wirtschaftsunternehmen entstehen gleichermaßen überraschende wie alltagstaugliche und professionelle Lösungen für ganz unterschiedliche Aufgaben und Branchen, die vielfach in Ausstellungen gezeigt wurden und so dem Fach zum internationalen Durchbruch verholfen haben."
aus "Meister der Miniaturen" von Ansgar Oswald
Berlin 2008
aus "Meister der Miniaturen" von Ansgar Oswald
In Europa einzigartige Räume und eine großartige Ausstattung der Werkstätten ermöglichen eine erfolgreiche Vernetzung von Forschung, Lehre und Praxis.
Lehre Bachelor/Master
Suchen - Finden - Präsentieren
"Wir suchen anhand des experimentellen Modellbaus Gestaltungsmöglichkeiten. Wir finden Wege, Lösungen, Erkenntnisse und Formeln. Sie werden methodisch festgehalten und ausgewertet.Durch das Präsentieren gibt sich das von uns Gesuchte und Gefundene seinem Umfeld preis. Wir wünschen uns die Reaktion. Sie motiviert uns weiter zu suchen, zu finden und zu präsentieren."
Burkhard Lüdtke
Grundübung an 3 Tagen
Modellbauskizzen aus vergänglichen Materialien
Wir suchen - finden und präsentieren zwischen den Systemen und dem Chaos. Die simple Formel meiner Kreativitätstheorie:
Experiment + Methode = Gestaltung
In meinen letzten beiden Seminaren wurden die Begriffe der Gestaltung wörtlich genommen - Buchstabe für Buchstabe. Sie sind Eckpunkte auf der Suche nach Dreidimensionalität. Die Basis auf dem Weg zur räumlichen Gestaltung liegt im Umgang mit den Grundelementen
KÖRPER - FLÄCHE - LINIE
Mit ihnen suchen - finden und präsentieren wir die
FORM
Jede Form hat ein
MATERIAL
und jedes Material hat eine Form. Indem wir ein Material in die Hände nehmen, beginnen wir bewusst oder unbewusst zu gestalten. Es gibt keine Materialität ohne
FARBE und ohne STRUKTUR
Materialien besitzen Eigenschaften. Diese sollten Sie erfahren, testen, mit ihnen experimentieren und sie kennenlernen. Kennen wir die Materialien und deren Eigenschaften, so benutzen wir
TECHNIKEN der Be- und Verarbeitung. Analoge und digitale "Werkzeuge" dienen Ihnen zur Realisierung und Darstellung Ihrer Ideen.
"Der Wert liegt nicht im Material, sondern im Umgang damit"
Borromini, 17. Jhd.
DESIGN (Die Gratwanderung zwischen Kunst und Müllbeutel)
Verzichten wir ganz auf die Funktion, mit der Konzentration auf die reine Ästhetik, bestünde die Hoffnung, ein Kunstwerk zu produzieren. Verzichten wir ganz auf die Ästhetik, mit der Konzentration auf die reine Funktion, bestünde die Hoffnung, einen Müllbeutel zu kreieren.
KOMPOSITION
Die Komposition erhebt sich über die hier genannten Be-griffe - sie ist die Verbindung aller sinnlichen Gestaltungs- und Darstellungsmethoden. Mit ihr agieren und reagieren wir im
RAUM
"Die Räumlichkeit auf dem Monitor suchen zu wollen, gleicht dem Spiel auf der Luftgitarre."
Burkhard Lüdtke
"Modelle sind räumliche Realität in eigener Dimension. Sie dienen der Suche nach dreidimensionalen Erkenntnissen." (Burkhard Lüdtke) Sie sind Mittel zum Zweck und bilden das Zentrum meiner Lehre.
Architektur MIX-MAX
Seminar mit der Aufgabe eine dreidimensionale Architekturinterpretation zu bauen, ausgehend von einem 10 cm x 10 cm Modul, welches sich unterschiedlich neu kombinieren lässt.
Grundübung im Bachellor
Kooperationen
mit Entwurfsfachgebieten
Bisherige Kooperationen mit den folgenden Fachgebieten:
Professor Ralf Pasel
Professor Claus Steffan
Professor Christine Nickl-Weller
Professor Rainer Hascher
Professor Susanne Hoffmann
Im Mittelpunkt steht der gestalterische Modellbau anhand Entwürfen der Studierenden, die in den jeweiligen Fachgebieten erarbeitet wurden. Die Studenten werden für den Umgang mit Form, Farbe und Material sensibilisiert. Es entstehen dabei sowohl experimentelle Modelle als auch professionelle Präsentationsmodelle.
Zwischenpräsentation des Fachgebietes Professor Ralf Pasel im Januar 2014
Anschauungsmodelle der Tragwerkslehre
Kooperation mit dem Fachgebiet Professor Dr.-Ing. Klaus Rückert
Bogentragwerk.Knicken. Fallbeispiel: Knicken eines fest eingespannten Stabes mit beweglichem GelenkeAussteifungen im Hochbau. Fallbeispiel: Aussteifung durch Wandscheiben, hier: Quer und längs auf einen Punkt gerichtet
Das Buch - MODELL architektur DESIGN
Die in diesem Buch gezeigten Modelle sind ausschließlich Arbeiten von Studentinnen und Studenten.
Modellbau ist nur durch das Bauen von Modellen erlernbar. Modellbau in Form von Vorträgen oder Demonstrationen vermitteln zu wollen, hilft allenfalls Vorgänge zu beschreiben. Aus diesem Grunde wird die Form meiner Seminareweitgehend von einer Werkstattatmosphäre bestimmt, in der die Studenten individuell betreut werden.
Somit ist die Möglichkeit gegeben, dass ein ständiger Austausch von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen unter den Studenten und Lehrenden stattfindet. Nicht unter Leistungsdruck, sondern durch Motivation, Inspiration und Spaß werden die Studierenden zum Ergebnis geführt. In jedem Semester wird eine neue Aufgabe formuliert, wobei diese oftmals in zwei Phasen unterteilt wird. Nach der ernsthaften und disziplinierten Auseinandersetzung mit einem vorgegebenen Thema folgt die Phase der freien, unterhaltsamen Interpretation. Der Schwerpunkt der Aufgabenstellung liegt nicht auf der naturgetreuen Wiedergabe vonArchitektur, sondern in den gestalterischen Zusammenhängen im Hinblick auf das ästhetische Erscheinungsbild.
Über die handwerkliche Auseinandersetzung mit den traditionellen Werkstoffen und Techniken hinaus ist der experimentelle Einsatz von nicht modellbautypischen Materialien und Verarbeitungstechniken Bestandteil der Lehre. Über das Experiment und die Entwicklung von Methode finden die Studierenden zur Gestaltung. Im Mittelpunkt steht der sinnlich gestaltete Modellbau. Das Modell als Bild. Die dreidimensionale Komposition von Form, Farbe und Material. Der respektvolle oder respektlose Umgang mit Material, Form, Struktur und Gestaltungstechnik. Die Frage, wann ein Modell zum Objekt, zur Skulptur oder zur Plastik wird, sollte - wenn sie auch nicht immer beantwortet werden kann - doch zumindest gestellt werden. Ziel meiner Modellbaulehre ist es, die individuellen Vorhaben der einzelnen Studenten (Subjektivität) zu fördern und durch den Einsatz von Gestaltungsprinzipien (Objektivität) die Idee als räumliche Realität im Modell sichtbar zu machen.
Buch im Kunststoffschuber am Fach erhältlich, 200 Seiten, 328 Abbildungen
Bestellung über info@1art-design.de Preis 35.- zzgl. Versandkosten in Höhe von 6.50.-
Beispiele aus dem Buch
Räumliche Interpretation von 2 dimensionalen KunstwerkenBau von Umgebungsmodellen mit der Vorgabe der Abstraktion, Reduktion und Konzentration.
Impressionen aus dem BuchSchachspielKaltes Buffet.
Aerovisionen
Entwürfe von Messeständen und Produktdesign für die Deutsche Lufthansa AG.
Fön Modell eines Messestandes für die Lufthansa Gestaltung für das Bordequipment - Teller. "Flug Brille" - Frankfurter Rundschau, Magazin.
Brush Hour
Toilettenbürsten als Souvenir.
Aktionen
Seminar für "Kulturlose"
Entwurf und Produktion von circa 2000 "Kulturlosen" in Seminaren des Fachs Modell+Design, welche in einer Werbeaktion für die Ausstellung "MODELLarchitekturDESIGN" im Altonaer Museum in Hamburg von Studierenden verkauft wurden.
Kulturträger / Auf die Plätze Kultur los / Emotion Scrabble / Die neue Eßklasse / Popkultur / Platzhalter